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Angst ist eine geniale Erfindung der Natur. Sie schützt uns vor allzu risikoreichen Situationen, indem sie uns durch Aktivierung des Sympathikus auf Flucht oder Kampf vorbereitet.
In der modernen Welt laufen wir allerdings nur selten vor Zähne fletschenden Tigern davon. So richtet sich die Angst manchmal auf Dinge, vor denen wir eigentlich keine Angst haben müssten, auf Prüfungen, Präsentationen oder auf den Termin beim Zahnarzt.
 
Als ich letztens mit einer Klientin in einem Coaching ihre Ängste vor dem Zahnarzt genauer analysierte, war ihr bald klar, dass Angst nur eine selbst erzeugte Illusion ist.
 
Sie hatte bereits Tage vor dem Termin Angst. In ihrem Kopf entstanden Bilder, die nicht unbedingt zu einem angenehmen Gefühl führten. Zu diesem Zeitpunkt ist die Angst also eine Illusion – eine Illusion, die aus selbstgemachten Bildern und Eindrücken entsteht. Sie hatte die Angst also selbst erzeugt.
Am Zahnarztstuhl, als sie behandelt wurde, fühlte sie einen kleinen Schmerz. Aber da war keine Angst mehr. Die Realität hatte die inneren Bilder und damit die Angst einfach in Luft aufgelöst.
 
Hier ein paar Tipps gegen Ängste:

  • Was passiert mit der Angst, wenn du die inneren Bilder veränderst? Du kannst dabei mit der Entfernung, mit dem Fokus, mit dem Rahmen, mit der Farbintensität, mit dem Gefühl oder den Geräuschen dazu spielen.
  • Wie wäre es, wenn du aus deinen inneren Bildern einen Film machst und ihn weiter laufen lässt bis zu einem guten Ende?
  • Wie wäre es, wenn du ein Bild von dem Tag nach der Situation hast?
  • Wir wäre es, wenn du einfach freudige Bilder erzeugst? Es geht doch nichts über eine angenehme Illusion, nicht wahr?