22911914_mIn einer Coachingstunde erklärte mir eine Klientin vor kurzem, dass sie in der Karriere keine neue Stufe mehr erreichen könne. Sie erzählte mir fast 30 Minuten lang, warum es nicht funktionieren könne und warum sie nie mehr weiterkommen werde. Sie fand viele Gründe dafür:

  • zu alt
  • eine Frau in einer Männerdomäne
  • keine akademische Ausbildung
  • Streit mit dem Vorgesetzten und den Kollegen
  • Stress in der Familie

Diese Klientin erlebte sich selbst als Opfer. Sie ist zum Spielball der Situation oder der sogenannten „anderen“ geworden. Und das schlimmste: Sie hat das entschieden. Sie hat ihre unerwünschte Situation auch noch verstärkt, in dem sie diese vor sich selbst und dann auch noch vor mir als Coach rechtfertigte und begründete. Damit schaffte sich die Klientin selbst ein Drama.

 

Ich unterbrach sie nach 30 Minuten und erklärte, dass ich nur dann mit ihr arbeiten würde, wenn sie auch dazu bereit dazu ist, sich zu verändern. Die Klientin erschrak überlegte und bat sich ein wenig Bedenkzeit. Sie musste sich entscheiden, ihre Opferrolle weiter zu behalten und arm zu bleiben, dafür aber nichts tun zu müssen, oder eine Entscheidung zu treffen.

 

Sie traf eine Entscheidung. Ich bin schon neugierig, von wievielen Karriereschritten diese Klientin noch berichten wird…