In einer NLP Practitionerausbildung ist die Arbeit mit Glaubenssätzen ein wichtiges Fundament. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzen dieses neu erlernte Wissen, um ihre eigenen hinderlichen Glaubenssätze zu identifizieren und zu verändern.

Natürlich zeige ich als Trainer alle Übungen vor und so meldete sich am vierten Tag eine junge Frau freiwillig.

So schilderte sie ihr Anliegen:

 

Sie: Ich werde die Zertifizierungsprüfung am Ende der Ausbildung nicht schaffen.
Ich: Das weißt du jetzt schon?
Sie: Ja.
Ich: Wir sind erst am vierten Tag und es sind noch einige Seminartage vor uns. Du wirst also scheitern?
Sie: Genau. Ich glaube ich schaffe das nicht.
Ich: Woran wirst du scheitern?
Sie: Ich bin nicht gut im Lernen. Ich verstehe immer so wenig.
Ich: Heißt das, dein Glaubensatz lautet: „Ich bin zu dumm für diese Prüfung“?
Sie: Ja, ich glaub ich bin zu blöd dafür. Ja das ist der Glaubenssatz.

 

Wir hatten so den hinderlichen Glaubensstz schnell identifiziert und wie du erahnen kannst, waren logische Argumente dagegen nutzlos. Sogar der Einwand, sie habe ja bereits ein Studium an einer Universität erfolgreich abgeschlossen, veränderte ihre Überzeugung nicht. Dieser Glaubenssatz fühlte sich in ihr dramatisch an und sie wollte das verändern:

 

Ich: Was ist der Vorteil daran?
Sie: Was?? Ein Vorteil, dass ich das glaube? Da gibt es keinen Vorteil!
Ich: Wenn es einen Vorteil gäbe und der Glaubenssatz einen Nutzen hätte. Wie würde er dir nützen?

 

Wir entdeckten nach einiger Zeit einen echten Nutzen den dieser Glaubenssatz lieferte:
Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer aus dem Seminar wusste bereits, dass sie vielleicht Unterstützung brauchen wird. Sie vermittelte damit allen Menschen um ihr herum das Gefühl, gebraucht zu werden. Der Glaubenssatz war also für diese geniale Strategie des Beziehungsaufbaus absolut notwendig.

Es ist dumm, hinderliche Glaubenssätze einfach so wegzuwerfen. Wir entwickelten daher gemeinsam einen neuen Glaubenssatz, der das Gute des alten fortführen und ein neues besseres Gefühl geben konnte.

 

Wenn du gerne einen hinderlichen Glaubenssatz verändern möchte, so stell dir zu Beginn ein paar Fragen:

  • Was ist das Gute im Schlechten?
  • Welchen Nutzen hat der Glaubenssatz?
  • Was stellt dieser Satz sicher?

 

Diese ersten Fragen bilden den ersten Schritt zur Friedensbildung mit dem eigenen Inneren Drama.